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Start Pressestimmen 07.01.11 NRZ

Artikel über den
Anno-Verlag in der NRZ vom 07.01.2011

Am 07.01.2010 erschien in der Neuen Ruhr Zeitung ein ausführlicher Artikel von Peter Bußmann zum einjährigen Gründungsjubiläum des Anno-Verlages. Wenn Sie auf die unten stehende Abbildung klicken, erhalten Sie eine vergrößerte Ansicht des Fotos sowie der Überschrift.

Jeder fängt mal klein an – Besuch beim Anno-Verlag, ein Jahr nach der Gründung. Die Macher sind auf der Suche nach weiteren Autoren

Rheinberg-Borth. Die Welt des Buches und der Verlage interessiert sie und führte sie schließlich zusammen: Den Borther Alexander Laubenthal und seinen Partner aus dem Rheinland. Die Geschäftsidee der beiden jungen Leute: Wir starten einen eigenen Verlag. Vor einem Jahr war das. Nur ein kleiner Aufkleber auf dem Briefkasten eines Doppelhauses an der Ulmenallee weist darauf hin, dass dort der Anno-Verlag  ein kleiner Zweimann-Betrieb, existiert. Inzwischen ist es aber ein Dreimann-Betrieb, ein Mitarbeiter kümmert sich um Marketing und Vertrieb. Wer ein großes Verlagshaus erwartet, ist fehl am Platz.

Denn ein großes Büro im Obergeschoss reicht den Beiden. Heutzutage ist die Elektronik wichtiger als riesige Büroräume: Ein leistungsstarker Rechner, ein übergroßer Bildschirm, eine Menge Bücher sind es im Hause Laubenthal.

Zwei Werke sind auf dem Markt

Gerade entsteht das dritte Buch. „Für ein Jahr als Neuverlag, noch unbekannt, ist das schon gut“, lacht Alexander Laubenthal. „Jeder fängt mal klein an.“ Eigentlich sollte, so die Idee der beiden Verleger, als erstes eine Heimatgeschichte von Borth entstehen.

Dort lebt der Saarländer nämlich seit der Grundschulzeit. Vor einem Jahr baten die beiden Neu-Verleger die Bürger auch über die NRZ/WAZ, ihnen Fotos und Texte aus dem alten Dorf zu überlassen. „Die Resonanz war gut“. Einiges, auch bislang unbekannte geschichtlich bedeutsame Fotos, kamen zusammen. „Dazu interessante Geschichten, die der Nachwelt erhalten bleiben sollten“, so Laubenthal. Auch eine Autorin aus Borth fand sich, die das Buch schreiben wollte. Doch dann erkrankte sie. So blieb die lobenswerte Idee, das Buch über die Geschichte Borths des letzten Jahrhunderts bis heute zu schreiben, liegen, was Alexander Laubenthal bedauert. „Wir suchen wieder einenAutoren.“ Geschichtliches Material hat er reichlich. Doch ein Heimat- und Geschichts- begeisterter müsste es zusammenfügen.

Zwei Bücher gaben die beiden Verleger inzwischen heraus: Beide mit Geschichten aus der Region. „Goethe, das Bergische Land und dessen Umgebung“ fand gute Resonanz. Olaf Link, ein Solinger mit Interesse an historischen Begebenheiten fand heraus, dass der große Dichter im Bergischen Land viele Freunde und Bekannte hatte, die ihm wichtig waren, die sein Denken prägten. Selbst dem Fernsehen war die Herausgabe des Buches einen Auftritt wert, die Schauspielerin Veronica Ferres schrieb das Vorwort.

Das zweite Buch des Verlages spielt in und um Recklinghausen: Ulrich Dittmers „Der Ferne so nahe“ schildert in 23 Kurzgeschichten menschlich Alltägliches, mal mit Zynismus, mal humorvoll. Auch das wurde gleich ein Verlagserfolg.

Und das dritte Buch erscheint im Frühjahr: Die Geschichte des Mischlingshundes „Strumpf“ aus dem Senegal, der einer Familie mehrmals das Leben rettete. Damit schweifen die beiden Verleger ab aus der Region. Doch die soll weiterhin Ziel ihrer Arbeit bleiben. Sie möchten Werke verlegen mit Geschichten vom Niederrhein, suchen dafür Autoren, die etwas zu erzählen haben. „Allein über das Hochwasser von 1926 könnte man ein ganzes Buch schreiben“, findet Laubenthal.